Digitalisierung gilt als Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit des deutschen Mittelstands. Doch viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, zwischen technologischem Fortschritt, fehlenden Ressourcen und strategischer Unklarheit ihren Weg zu finden. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie strategische Digitalisierung auch ohne Anbieterbindung gelingt, und warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um nachhaltig zu handeln.
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ToggleWarum Digitalisierung für den Mittelstand überlebenswichtig ist
Die Digitalisierung ist längst kein rein technisches Thema mehr, sie entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Branchen. Besonders in Deutschland, wo über 99,4 % der Unternehmen zum Mittelstand zählen, ist die digitale Transformation ein Hebel zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts. Dennoch erleben wir immer wieder das gleiche Muster: gute Absichten, erste Anläufe – und dann Stillstand.
Was uns auszeichnet, wird hier zum Risiko: Gründlichkeit ohne Tatkraft. Wir warten, recherchieren, formulieren Lastenhefte, führen erste Gespräche, aber viele Entscheiderinnen und Entscheider kommen dabei nicht in die Umsetzung. So überholen uns kleinere, agilere ausländische Unternehmen, die pragmatischer mit ihrer digitalen Transformation umgehen.
Was fehlt, ist ein strukturiertes, ganzheitliches Vorgehen in Richtung Digitalisierung. Ressourcen, Kompetenzen und interne Kapazitäten sind oft begrenzt oder überlastet. Gerade bei der Auswahl einer ERP- oder Prozesssoftware fehlt es häufig an einer neutralen, übergeordneten Perspektive.
Dabei ist längst klar: Digitalisierung ist kein Trend mehr, sondern die notwendige Basis jeder zukunftsorientierten Unternehmensstrategie. Wer zögert, verliert Anschluss. Und zwar in seinen Prozessen, in der Kundenerwartung und im Wettbewerb.
Wo Deutschland aktuell digital wirklich steht
Die Frage „Wie gut ist Deutschland digitalisiert?“ beschäftigt nicht nur die Politik, sondern auch viele Mittelständler. Die nüchterne Antwort: Wir treten auf der Stelle. Ein kurzer Blick auf die Zahlen macht deutlich, woran es fehlt.
Laut einer Analyse der KfW verfügen aktuell 71 % der mittelständischen Unternehmen in Deutschland über keine ausgearbeitete Digitalisierungsstrategie (KfW Research). Das bedeutet: Die Digitalisierung wird oft operativ angegangen, aber nicht strategisch verankert.
Gleichzeitig fehlt es bei 65 % der Unternehmen an klaren Verantwortlichkeiten. Wer steuert die digitale Transformation? Wer trifft Entscheidungen jenseits von IT-Infrastruktur? (maximal.digital)
Besonders bedenklich: 58 % der Mittelständler haben keinen konkreten Projektplan für ihre Digitalisierungsvorhaben. Damit fehlt nicht nur Struktur, sondern auch Priorisierung.
Statt sich als Treiber der Digitalisierung zu sehen, agiert ein Großteil des Mittelstands passiv: Nur 33 % haben bisher ein erstes Digitalisierungsprojekt abgeschlossen, und selbst das meist nur in einzelnen Bereichen (Bundesnetzagentur).
Wer in Zeiten von KI, Vernetzung und Automatisierung nur punktuell investiert, riskiert, den Sprung in die Zukunft zu verpassen.
Wie Sie aus der Komplexität in die Klarheit kommen
Viele Unternehmen haben erste Schritte unternommen, Gespräche geführt, Anforderungen gesammelt, vielleicht sogar schon ein Lastenheft begonnen. Doch damit fängt die eigentliche Herausforderung oft gerade erst an.
Warum? Weil ohne strategisches Zielbild und ohne klare Prioritäten technische Auswahlprozesse zur Sackgasse werden. Ein ERP-System muss mehr leisten, als Prozesse digital abbilden. Es muss zu Ihrer Organisation passen, Veränderungen ermöglichen und strategische Entwicklung unterstützen.
Unsere Erfahrung zeigt: Was häufig fehlt, ist die Verbindung aus technologischem Verständnis, Prozessanalyse und Change Management. Wer nur neue Software sucht, aber keine durchdachte Digitalstrategie entwickelt, bleibt im Aktionismus stecken.
Was hilft, ist ein klarer Fokus auf folgende Punkte:
1. Zielbild entwickeln
Überlegen Sie sich, wo Ihr Unternehmen 2025 oder 2030 stehen soll – digital, organisatorisch und operativ. Ohne Zukunftsbild fehlen Ihnen Entscheidungskriterien.
2. Ist-Analyse vs. Wunschdenken
Wo stehen Ihre Prozesse heute realistisch? Welche Daten, Schnittstellen, Arbeitsweisen gibt es wirklich? Viele Strategien scheitern an Schönfärberei im Status quo.
3. Verantwortlichkeiten klären
Digitalisierung kann keine Nebenaufgabe sein. Sie brauchen ein internes Team oder externe Begleitung, die Verantwortung und Steuerung übernehmen.
Verzichten Sie dabei auf hektischen Aktionismus – und ebenso auf lähmendes Zögern. Klarheit entsteht durch Struktur, nicht durch Warten.
Warum Gründlichkeit keine Ausrede für Stillstand sein darf
Es ist eine typisch deutsche Mentalität: Wir wollen Dinge richtig machen, nichts überstürzen, Risiken vermeiden. Das ist auf vielen Ebenen sinnvoll, aber bei der Digitalisierung wird diese Haltung zur Stolperfalle.
Denn während wir noch am Lastenheft feilen oder interne Zuständigkeiten abstimmen, zieht der Markt weiter. Technologien entwickeln sich rasant, Anbieterlösungen wachsen, neue Geschäftsmodelle fordern unsere Prozesse heraus. Wer zögert, schaut irgendwann dem Fortschritt hinterher.
Das erkenne ich oft bei Kund:innen, die zwar viel geplant, aber wenig umgesetzt haben. Digitalisierung in Deutschland scheitert nicht an fehlenden Technologien, sondern an Entscheidungsangst. Das muss nicht sein.
Wir setzen deshalb auf ein agiles Vorgehen mit iterativer Denkweise: Testen, Lernen, Anpassen. Kein großer Sprung ins Ungewisse, sondern kontrollierter Fortschritt in Stufen.
Wer schreibt, der bleibt, aber wer digitalisieren will, muss entscheiden. Nicht impulsiv, sondern fundiert. Und genau da beginnt digitale Souveränität.
Change Management ist der unterschätzte Erfolgsfaktor
Was viele Unternehmen unterschätzen: Digitalisierung ist kein IT-Projekt, sondern ein Veränderungsprozess. Und der beginnt nicht mit Software, sondern mit Menschen.
Wenn eine neue ERP-Lösung eingeführt wird, heißt das Veränderung für Arbeitsabläufe, Zuständigkeiten und Routinen. Wer die Belegschaft nicht mitnimmt, erntet Widerstand, Verunsicherung oder gar Ablehnung.
Unserer Methode liegt deshalb ein starker Fokus auf Change Management. Wir helfen Unternehmen zu verstehen:
– Welche Ängste und Vorbehalte entstehen?
– Welche Chancen ergeben sich durch neue Wege?
– Wie kann Transparenz Vertrauen aufbauen?
Führungskräfte spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie müssen nicht alles wissen, aber sie müssen den Wandel überzeugend vertreten. Digitale Projekte brauchen Führung, Haltung und Kommunikation.
Genauso wichtig ist es, frühzeitig für digitale Kompetenzen zu sorgen. Schulungen, Onboarding-Prozesse und aktives Coaching schaffen die Grundlage für Akzeptanz und Effizienz.
Digitalisierung ohne Change ist wie ein Auto ohne Lenkrad – Sie kommen vielleicht in Bewegung, aber nicht dahin, wo Sie eigentlich hinwollen.
Welche Rolle künstliche Intelligenz und moderne Technologien spielen
KI hat 2023 und 2024 für einen massiven Schub in der digitalen Landschaft gesorgt – auch im Mittelstand. Doch viele Unternehmen zögern: Ist Künstliche Intelligenz (KI) mehr als ein Hype?
Unsere Antwort: Ja. Aber nur, wenn sie sinnvoll eingebunden wird. KI ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug zur Automatisierung, Datenanalyse und Entscheidungsunterstützung.
Zum Beispiel kann KI dabei helfen:
– Angebotsprozesse automatisch zu bewerten
– Kundenverhalten besser zu analysieren
– Produktempfehlungen zu personalisieren
– interne Prozesse wie Rechnungsprüfung oder Schadenabwicklung zu automatisieren
Doch damit das gelingt, braucht es strukturierte Daten, klare Ziele und ein Bewusstsein für Nutzen, Grenzen und Verantwortlichkeiten.
Auch andere Technologien wie IoT, Cloud-Plattformen oder Low-Code-Anwendungen können helfen, die digitale Reife zu steigern. Entscheidend ist ein übergeordnetes Verständnis: Was löst wirklich ein Problem – und was ist nur Spielerei?
Unser Tipp: Setzen Sie auf pragmatische Pilotprojekte mit klar messbarem Ziel. Lernen Sie Schritt für Schritt, welche Technologie zu Ihrem Unternehmen passt.
Wie Sie die richtige Softwarelösung nachhaltig finden
Die Auswahl eines ERP- oder Prozessmanagementsystems ist eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen. Umso wichtiger ist es, diesen Weg neutral, strukturiert und anbieterunabhängig zu gehen.
Leider erleben wir häufig, dass Beratungen mit versteckter Interessenbindung arbeiten – oder Unternehmen sich an einem Anbieter festklammern, bevor sie das eigene Anforderungsprofil wirklich definiert haben. Damit verzichten Sie nicht nur auf bessere Optionen, sondern riskieren auch teure Fehlinvestitionen.
Ein strategischer Auswahlprozess umfasst:
– Workshops zur Prozessanalyse: Was soll digitalisiert werden – und warum?
– Priorisierung der Funktionen: Was muss die Lösung können, was wäre nice-to-have?
– Erstellung eines neutralen Anforderungskatalogs: Auf dieser Basis geht es dann erst in den Anbietervergleich.
– Begleitung durch erfahrene, neutrale Partner: Niemand kennt alle Produkte perfekt, aber mit Erfahrung finden wir gemeinsam die passende Lösung.
Setzen Sie auf Transparenz. Fragen Sie Berater:innen nach ihrer Unabhängigkeit. Nutzen Sie strukturierte Entscheidungswerkzeuge, keine Bauchgefühle.
Wie Sie Ihre Roadmap für 2025 und darüber hinaus gestalten
Eine digitale Transformation gelingt selten in einem einzigen Projekt. Wichtig ist es, Etappenziele messbar zu machen – und die Reihenfolge der Schritte klug zu wählen.
In einer dynamischen Umgebung wie 2025 oder bald 2026 gilt: Planen Sie nicht zu weit voraus – aber klar genug, um Richtung zu erkennen. Eine realistische Digital-Roadmap berücksichtigt:
1. Projektreife
Was ist intern organisatorisch überhaupt realistisch? Wo fehlt es noch an Akzeptanz, Know-how oder Ressourcen?
2. Prozessrelevanz
Welche Digitalisierungsmaßnahmen zahlen wirklich auf Effizienz, Qualität oder Umsatz ein?
3. Operative Machbarkeit
Können Sie Digitalisierungsprojekte umsetzen, ohne das Tagesgeschäft massiv zu belasten?
Die Zukunft wird digital – ob wir es wollen oder nicht. Doch ob Ihr Unternehmen digital souverän statt nur digital verzweifelt wird, entscheidet sich an einer gut geplanten Roadmap.
Fazit: Stillstand ist keine Option – aber Struktur ist Pflicht
Die Digitalisierung in Deutschland wird zur Bringschuld für jedes Unternehmen. Doch zwischen Förderprogrammen, Buzzwords und Technologiewundern geht der strukturierte Pfad schnell verloren.
Deshalb arbeite ich mit mittelständischen Unternehmen daran, wieder Klarheit zu gewinnen: Wo wollen Sie wirklich hin? Welche Prozesse machen den Unterschied? Und wie können Sie mit Verantwortung, Klarheit und Struktur nächste Schritte einleiten?
Ich glaube nicht an den überstürzten Wandel. Aber ich glaube an gezielten Fortschritt. Und der beginnt mit der Entscheidung, Verantwortung für die digitale Zukunft zu übernehmen – ohne Ausreden, aber mit Systematik.
FAQ für Entscheider
Wie ist der aktuelle Stand der Digitalisierung in Deutschland?
Laut KfW haben 71 % der Mittelständler keine klare Digitalstrategie. Es mangelt an Verantwortlichkeiten, Planbarkeit und Zielorientierung.
Wie läuft die Digitalisierung in Deutschland?
Sie erfolgt oft punktuell, nicht ganzheitlich. Nur wenige Mittelständler haben bereits konkrete Projekte erfolgreich umgesetzt (Quelle).
Ist Deutschland gut digitalisiert?
Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland häufig unterdurchschnittlich ab. Die Ursachen: Zögerlichkeit, fehlende Strategie und Ressourcenmangel.
Auf welchem Platz ist Deutschland mit der Digitalisierung?
Je nach Index liegt Deutschland meist im unteren Drittel europäischer Rankings – mit starkem Abstand zu digitalen Vorreitern wie Dänemark, Estland oder Finnland.
Kennzahl | Wert | Bedeutung |
---|---|---|
Unternehmen ohne Digitalstrategie | 71 % | Großteil der Mittelständler agiert ohne langfristige Digitalplanung |
Fehlende Verantwortliche für Digitalisierung | 65 % | Keine klare Zuständigkeit für digitale Transformation im Unternehmen |
Keine konkreten Projektpläne | 58 % | Digitalisierung geschieht oft nur punktuell und unsystematisch |
Bereits abgeschlossene Digitalprojekte | 33 % | Nur ein Drittel hat erste Digitalisierung erfolgreich umgesetzt |
Top-Hemmnisse bei der Umsetzung | IT-Know-how, Finanzierung, Organisation | Technische und strukturelle Hürden bremsen Umsetzung deutlich |
Digitalisierungsrolle der Unternehmen | Anwender statt Enabler | Die meisten nutzen Tools, gestalten aber nicht aktiv mit |
Anteil der KMU an allen Unternehmen | 99,4 % | Digitalisierung der KMU ist zentral für den Wirtschaftsstandort |
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Denn manchmal ist der erste Schritt in Richtung Digitalisierung einfach nur ein Gespräch mit den richtigen Fragen.